Bewohnerferien 2025 auf der Blüemlisalp

Am ersten September beim ersten Krähen des Herisauer Dorfhahnes öffneten wir unsere Augen und die Vorfreude auf die Bewo-Ferien 2025 stieg ins Unermessliche.

18 Bewohnerinnen und Bewohner aus allen Wohnbereichen des Säntisblicks, wie auch sieben Teamerinnen und Teamer machten sich mit Sack, Pack und Skateboards auf den Weg ins bergige Berner Oberland, um den Mythos des Vogellisis zu entweihen.

Aufgeteilt auf zwei Busse flogen wir via „Mäckis“ den Bergen entgegen. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, als wir im Hotel ankamen. Den Patch bezogen, am Schwimmbad vorbei, nach dreimal verlaufen, liessen uns die Zimmer wie Prinz Charles an seiner zweiten Hochzeit fühlen.

Strapaziert von der langen Reise erholten wir uns im Planschparadies Dorint und mit tropfender Schwimmbekleidung begaben wir uns durch das Labyrinth zurück in unsere Gemächer.

Doch im Hotel Dorint lässt sich nicht nur im Wasser rumschwadern, sondern auch Speisen wie Gott in Frankreich (dass die Berner:innen frankophil sind, wussten wir bereits).

Nach einem ausgiebigen Frühstück rollten wir am zweiten Tag in die Tiefen Richtung Tal. So gelangten wir nach Interlaken. Hublot, Rolex, der Hugo und der Calvin war uns dann trotzdem zu viel Luxus. So begnügten wir uns mit Kennenlernspielen in der Gartenlaube.

Schlecht informiert, liessen wir uns vom Interlaker Escape Room verführen. Die Rätsel durchgeklügelt, die Nerven blank mussten wir uns eingestehen, der Escape Room Interlaken, der stank. Mit einem kleinen (alkoholfreien) Absacker an der Hotelbar, wurde der Tag zusehends wunderbar.

Am zweiten Tag strandeten wir nach einer schönen und unterhaltsamen Schifffahrt in Thun. Es wurde gesurft, geschlendert, geschmatzt und geschwatzt. An der schönen, schönen Aare nach machten wir uns wieder auf den Weg zum Bahnhof, wo wir noch einen Campari Soda (nur eine Hommage an Stiller Haas) genossen.

Tag zwei: Die Action - Gruppe machte sich zu einem halsbrecherischen Abendteuer nach Grindelwald auf. Die Augen wurden immer grösser, als sich die Eigernordwand vor uns aufbaute. Angekommen und in die Seilbahn gestiegen, stieg bei jedem Höhenmeter auch das Adrenalin. Das Dreirad gepackt, der Helm auf der Nuss, stürzen wir ins Ungewisse. Mit stehenden Rädern drifteten wir in einer dicken Staubwolke in den Mountain Karts um die Kurven, wobei uns Touristinnen und Touristen mit grossen Augen nachschauten. Gestärkt von einem individuellen Zmittag begaben wir uns auf ein zweites ungewisses Abendteuer. In Regenschauern wurden wir von wilden Kühen ins Tal getrieben. Kaputt dennoch gut gelaunt ging es zurück auf die Couch.

Die Kulturgruppe stattete den Beatushöhlen einen Besuch ab. Von Echo bis Tropfen und Gedränge war alles dabei. Weil dieser Bericht von der Action Gruppe verfasst wird, können wir leider nicht mehr dazu schreiben. Man munkelt es sei sehr eindrücklich gewesen.

Am letzten Tag mit der Tatsache, dass die Heimreise ansteht, aufgewacht, ein Tränlein mit der Bettdecke weggewischt, schwelgten wir bereits beim Frühstück in zuckersüssen Erinnerungen. Quintessenz aus den morgendlichen Unterhaltungen: am liebsten würden wir noch zwei Tage länger bleiben. Nachdem die Wasserratten (Hauptaktivität einiger Bewohner:innen) ihre Schwimmhäute mühsam zusammengelegt haben, bestiegen wir die Busse. Durchgezählt und wohl genährt setzten sich die Gefährte in Bewegung. Während der Fahrt wurden wir von Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews bestens unterhalten. Dank dem Stau durften wir noch Zürich bestaunen und wir stellten fest, dass wir die Coolsten sind, wenn wir cruisen und durch die City düsen.

Ernst und nicht durch Spass verfärbt, möchten wir uns bei allen beteiligen Personen, die uns diese wunderschönen Ferien ermöglicht haben, bedanken. Es zeigt sich jedes Jahr von neuem, dass in neu kennengelernten Sozialräumen andere Ressourcen aktiviert werden. Auch für die Gelegenheit in einem Feriensetting miteinander in Beziehung treten zu dürfen sind wir dankbar.

Durch die finanziellen Möglichkeiten konnten wir Partizipation leben. So konnten alle Mitgereisten wachsen und mitbestimmen. An dieser Stelle vielen Dank allen Gönnerinnen und Gönner.

Mara Kübler (WG3) und Istvan Németh (WG1) im Namen des ganzen Bewo-Ferien-Teams.